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Fokussiert auf die Zukunft von Städten und Regionen.

Webseite, Touristenbroschüre & Co. – Sichtbarkeit ist alles

Die Digitalisierung nimmt auch auf den Tourismus Einfluss. Aufgrund der Verbreitung des Internetzugangs sowie die vermehrte Nutzung mobiler Endgeräte, wandelt sich der touristische Markt grundlegend. Kunden informieren sich schon lange nicht mehr über die klassischen Reisekataloge und buchen ihren Urlaub immer seltener im Reisebüro.

Internet und Urlaubsbuchung

Einer Umfrage des Verbands Internet Reisevertrieb e.V. nach, hatten sich im Januar 2020 bereits rund 70% der Bevölkerung schon einmal im Internet über das Thema Urlaub informiert. Betrachtet man diesen Wert vor dem Hintergrund der tatsächlich Verreisten, so steigt dieser auf 87% an (Verband Internet Reisevertrieb e.V.). Das heißt: Wer das Internet regelmäßig nutzt und gleichzeitig gerne verreist, informiert sich bezüglich seiner Urlaubsplanung ebenfalls im Internet. Besonders relevant sind hierbei Inhalte zu Reisezielen, beziehungsweise Informationen zu Urlaubsländern sowie Preisvergleiche und Auskünfte über Unterkünfte.

Diese Entwicklung zeigt sich auch bei Betrachtung der Nutzung des mobilen Internets bei Reisen. Während sich im Jahr 2012 lediglich 32% vor der Reise über das mobile Internet informiert haben, waren es 2019 bereits 49%. Des Weiteren haben im Jahr 2019 23% der Reisenden angegeben, bereits vor der Reise bestimmte Leistungen über das mobile Internet gebucht zu haben, während es 2012 nur 12% waren. Auf Reisen selbst, gaben 2019 36% an (2012: 15%), sich über das mobile Internet über die Reise an sich zu informieren und weitere 10% (2012: 4%) Leistungen darüber zu buchen.

Tipps für die optimale Sichtbarkeit

Sie sind Inhaber*in eines Einzelhandels- oder Gastronomiebetriebs, leiten eine Pension oder ein Hotel und sind auf Touristen angewiesen? Oder Sie sind Stadtmanager*in, Regionalmanager*in oder Touristenführer*in einer Stadt und möchten, dass die Unternehmen vor Ort für Touristen sichtbar sind? Nachstehend finden Sie eine Reihe von Tipps, die Ihnen dabei helfen sollen, möglichste viele Touristen zu erreichen.

Online-Sichtbarkeit

  • Google My Business: Wenn noch nicht geschehen, richten Sie sich ein Google My Business-Profil ein und füllen Sie dies mit den notwendigen Informationen (Kontaktdaten, Adresse, Öffnungszeiten etc.) (siehe hierzu auch unseren Google My Business-Leitfaden)
  • Webseite: Um für Kunden im Netz auffindbar zu sein, ist es empfehlenswert, eine eigene Webseite zu besitzen. Diese sollte stets aktuell gehalten werden und über die für Kunden relevanten Informationen verfügen. Als Stadt bietet es sich an, eine eigene Tourismus-Landingpage, ein digitales Schaufenster der Gewerbetreibenden oder eine App anzubieten. Als Gewerbetreibender sollten Sie auf den städtischen Seiten mit Ihrem Unternehmen positioniert sein.
  • Social Media: Um Ihre Reichweite gezielt zu vergrößern, sollten Sie sich Profile auf den bekannten sozialen Netzwerken, wie Facebook und Instagram, erstellen und diese regelmäßig pflegen. Durch Interaktion und Kommunikation mit Ihren Kunden vermitteln Sie Kundennähe.
  • Thema Rezensionen: Da Touristen häufig keinen direkten Kontakt zu Einheimischen haben und deshalb nicht von der sogenannten „Mundpropaganda“ profitieren können, vertrauen sie häufig auf die Bewertungen auf den bekannten Tourismus-Portalen oder bei Google Maps. Deshalb sollten Sie stets darauf achten, dass diese für Ihr Unternehmen positiv ausfallen. Je mehr Bewertungen Sie erhalten, desto besser fällt das Suchmaschinen-Ranking für Sie aus.

Offline-Sichtbarkeit

  • Je nach Größe Ihres Unternehmens bietet es sich an, analoge Medien als Marketingmaßnahme zu verwenden. Neben Visitenkarten, gibt es die Möglichkeit Flyer, Prospekte, Kundenmagazine und Sticker drucken zu lassen. Darüber hinaus können Sie ihr Logo prominent in den lokalen Nachrichten platzieren lassen. Falls es vor Ort eine Touristenbroschüre, einen Lageplan oder Einkaufsführer gibt, lassen Sie Ihr Unternehmen hierin mit aufnehmen.
  • Plakatwände und Werbeposter: In einigen Innenstädten können Sie ganz einfach Plakate und Poster mieten.
  • Tourist-Information: In den meisten Städten gibt es eine zentral platzierte Tourist-Information. Diese bietet Touristen eine Informationsmöglichkeit vor Ort und ist daher insbesondere für Personen von Bedeutung, die nur eingeschränkt Zugriff auf Online-Angebote haben. Achten Sie darauf, dass die Tourist-Information vor Ort Ihr Unternehmen kennt und im besten Fall dafür Werbung macht. Legen Sie Flyer und Visitenkarten Ihres Unternehmens aus, um Ihre Sichtbarkeit zu erhöhen.
  • Lokales/regionales Gutscheinsystem: Wenn vorhanden, nehmen Sie am lokalen/regionalen Gutscheinsystem teil. Das erhöht Ihre Sichtbarkeit.

Grundsätzlich gilt es stets einheitliche Informationen über Ihr Unternehmen zu verbreiten. Darüber hinaus kann die Kundenansprache durch das Einsetzen von Mehrsprachigkeit verbessert werden. Durch das Schließen von Kooperationen und das Bilden von Netzwerken kann es gelingen, die Touristen mehrfach auf die örtlichen Betriebe aufmerksam zu machen. Als Beispiel kann hier die Ausgabe eines 10%-Gutschein bei Buchung einer Hotelübernachtung genannt werden, der wieder rum bei einem bestimmten Einzelhandelsbetrieb eingelöst werden kann.

Dringender Handlungsbedarf

Aufgrund der Digitalisierung und deren Auswirkungen in der Reisebranche müssen Gewerbetreibende mit ihrem Unternehmen digital auffindbar sein. Darüber hinaus sollte die Offline-Sichtbarkeit nicht komplett außer Acht gelassen werden.

Sie sind selbst Gewerbetreibender und möchten Ihre digitale Sichtbarkeit verbessern oder Sie sind für eine Stadt tätig und möchten den Gewerbebetrieben vor Ort unter die Arme greifen und wissen nicht genau, wo Sie anfangen sollen?

Wir, die CIMA Beratung + Management GmbH, bieten Ihnen ein großes Portfolio an Angeboten, wie dem Online-Präsenz-Check oder Vorträgen und Workshops zu verschiedenen Themen, um die Sichtbarkeit der Gewerbetreibenden vor Ort zu verbessern.

Quellen

Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) (2020): vir. Daten & Fakten zum Online-Reisemarkt 2020.

Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (2021): Shoppingtourismus als Chance für Einzelhandel und Innenstädte in Bayern.

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Autor*in

Verena Birkmann

Verena Birkmann, Jg. 1997, ist Kulturgeographin (Bachelor) und absolviert momentan ihr Master-of-Arts-Studium an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Seit März 2020 arbeitet sie für die CIMA Beratung + Management GmbH insbesondere als Digital-Managerin lokaler Online-Plattformen und als Unterstützung im Projektmanagement. Außerdem ist sie verantwortlich für die redaktionelle Pflege der cima.digital-Wissensdatenbank und schreibt als Autorin für den cima.digital-Blog.

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