cima erfasst Onlinepräsenzen im Handel


Onlinepräsenz lokaler Händler

Egal ob unterwegs oder in der Heimatstadt: Nicht immer weiß man, welches Geschäft in der Nähe ein gerade dringend benötigtes Produkt anbietet. Doch viel zu oft (ver)leiten Online-Suchmaschinen auf einen der großen Online-Marktplätze, statt lokale Ergebnisse zu zeigen. Die Schuld liegt dabei aber längst nicht nur bei der Suchmaschine. Tatsächlich bevorzugen diese sogar relevante, lokale Inhalte in den organischen Ergebnissen. Und das ist eine große Chance für kleine Betriebe. Nur leider wird diese vielfach verkannt. Für lokale Einzelhändler ist es immens wichtig geworden, für potentielle Kunden im Internet auffindbar zu sein.

Lücken bei der Sichtbarkeit

Die cima erfasste in mehreren deutschen Großstädten die Onlinepräsenzen des innerstädtischen Handels. Schon durch die exemplarisch erfassten Städte zeichnet sich ein hoher Handlungsbedarf ab. Vorläufiges Ergebnis: Mehr als jeder fünfte Einzelhändler betreibt keine eigene Webseite. Nur geringfügig mehr sind über einen Eintrag bei Google auffindbar. Auch auf dem meistgenutzten Sozialen Netzwerk Facebook präsentiert sich ein Drittel nicht. Nicht wenige Betriebe sind über keinen der Kanäle auffindbar und damit für den sich online informierenden Kunden effektiv nicht existent. Diese Lücken tun sich fast ausschließlich bei den inhabergeführten Einzelhandelsbetrieben auf. Die Filialisten sind dagegen in den drei genannten Medien nahezu vollzählig aktiv.

Viele sind gefragt

Es ist aber auch die Aufgabe von Politik, Wirtschaftsverbände und Institutionen, dieses Thema anzugehen. Hierzu zählt nicht nur der Ausbau der nötigen Infrastruktur und das Senken rechtlicher Hürden. Von zentraler Wichtigkeit ist vor allem die Wissensvermittlung, um Einstiegschwierigkeiten zu überwinden. Hierzu gilt es, Informationsmaterialien, Beratungsmöglichkeiten und Austauschplattformen zur Verfügung zu stellen sowie Inhalte zum Thema Digitalisierung in Aus- und Weiterbildungen zu integrieren. Fortschritte sind hier u.a. durch die Einrichtung des Ausbildungs- und Fortbildungsberufs Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce zum Ausbildungsjahr 2018 zu beobachten.

Auf lokaler Ebene sind Akteure wie Wirtschaftsförderungen, Marketingvereine und Händlerinitiativen gefragt, als Multiplikator vorhandene Angebote an die Händler heranzutragen und eigene Instrumente der Hilfestellung zu entwerfen. Eine kooperative Zusammenarbeit ist dabei der Schlüssel, um Investitionskosten für den Einzelnen gering zu halten und Wissen zu transferieren.


Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.