Marktplatz Fürth – Ganzheitliches Marktkonzept als Basis für eine starke, authentische Marke

In der Großstadt Fürth bestand auf Seiten der Politik und in der Bevölkerung lange Unzufriedenheit mit dem ehemaligen Wochenmarkt am Bahnhofsvorplatz. Regelmäßig musste dieser aus unterschiedlichen Gründen wie Baumaßnahmen oder Veranstaltungen seinen Standort wechseln. Dies wirkte sich insb. auf die Erreichbarkeit durch spontane Laufkundschaft aus. Nur mit Anstrengung konnte ein kleiner Kundenstamm überhaupt erhalten werden. Die Zahl der Marktbeschicker ging immer weiter zurück, Hand in Hand mit weiterem Attraktivitäts- und Frequenzverlust.

Um einen attraktiven Wochenmarkt zu bieten, der von Kaufinteressierten angenommen wird, bedarf es tatsächlich eines dauerhaften Angebotes an einem Standort; ebenso wird ein entsprechend attraktives, einladendes Ambiente benötigt. Diese Voraussetzungen waren beim Fürther Wochenmarkt aus vergangenen Tagen nicht gegeben und spürbar lauter wurde der Wunsch nach einer modernen Neukonzeption. Mit Entwicklung dieser, wurde die cima beauftragt – gemeinsam mit der Stadt und unter Beteiligung der lokalen Akteure aus Politik, Verwaltung, Verbänden, Vereinen und Bürgerschaft.

Aus ehemaliger Bustrasse wird neuer Marktplatz

Als konzeptionelle Basis bewertete die cima eingangs im Rahmen einer Machbarkeitsstudie mögliche Alternativstandorte und deren wirtschaftliche Realisierbarkeit. Mit der finalen Entscheidung, den zirka 200 Meter langen Straßenraum einer ehemaligen Bustrasse als neuen Standort für den Markt zu nutzen, gelang im Ergebnis eine hochwertig umgesetzte Belebung einer zentralen Freifläche. Im Zuge der Neuaufstellung wurden die künftigen Entwicklungsziele und Ansätze für eine Neu-Positionierung des Wochenmarktes definiert. Diese waren die Grundlage für die anschließende Ausarbeitung sowie für einen gemeinsamen Konsens zu qualitativen Ansprüchen und zur künftigen Ausrichtung des Wochenmarktes. Aspekte wie Regionalität, Frische, Qualität, Nachhaltigkeit oder umweltverträgliche Erzeugung spielen beim Einkauf eine immer wichtigere Rolle – alles Attribute, die fabelhaft über das Angebot auf einen Wochenmarkt bedient werden können. Idealerweise ergänzt der neue Wochenmarkt in diesen Bereichen das bestehende Lebensmittelangebot im Quartier und bereichert die Nahversorgung in der Innenstadt insgesamt. Nach Festlegung für einen grundsätzlichen Konzeptrahmen des künftigen Wochenmarktes, wurden die Umsetzungsanforderungen an den Wochenmarkt konkretisiert, in einem Projektfahrplan festgehalten sowie mit Unterstützung von lokalen Arbeitsgruppen realisiert. In der Rolle des Projektmanagements begleitete die cima die Stadt Fürth auch bei der Umsetzung.

 

„Indem die Stadt bei der Entwicklung eines hochwertigen Marktes in Vorleistung geht, setzt sie wichtige Impulse und macht deutlich – wir setzen auf Attraktivität, Aufenthaltsqualität, Frequenz und einen starken Handel in der Innenstadt.“

Flexibilität und kooperative Standortentwicklung gehören zum Erfolgsrezept

Erklärtes Ziel von Anfang an, war die Schaffung eines dauerhaften Marktstandorts im Zentrum der Innenstadt. Ein Standort, der einmal jährlich nahezu flächendeckend durch die zwölftägige Fürther-Michaelis-Kirchweih bespielt wird. Dieser Herausforderung begegnete die Stadt mit der innovativen Entwicklung fester, aber transportabler Marktstände in Modulbauweise. So ist garantiert, dass der gesamte Markt flexibel und mobil ist, wenn dieser verlegt werden muss. Darüber hinaus bieten beheizbare, barrierefreie Aufenthaltsmodule sowie bestuhlte Außenbereiche im Umfeld der Stände, Besuchern und Besucherinnen ganzjährig eine hohe Verweilqualität und wetterunabhängige Sitzmöglichkeiten auf dem Markt.

Lageplan Fürther Markt

Mit Etablierung des neuen, dauerhaften Wochenmarktes auf dem jetzigen Standort, erfüllt dieser eine wichtige Scharnierfunktion zwischen den Einkaufsschwerpunkten NEUE MITTE FÜRTH, dem Hornschuch-Center und dem CARRÉ Fürther Freiheit. Der Markt ist zu einem neuen Lebensmittelpunkt zwischen diesen Magnetbereichen geworden; er trägt nachweislich zur Steigerung der Passanten- und Kundenfrequenz am Gesamtstandort bei. Erreicht wird dies dank der konsequenten Umsetzung des dem Markt zugrunde liegendem Gesamtkonzeptes, das auch eine professionelle Marketingstrategie beinhaltet. Mit dem Fürther Markt hat die Stadt hohe Maßstäbe gesetzt. Dies gilt es durch ein professionelles Marktmanagement zu sichern und weiterzuentwickeln.

Stadt Fürth, Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Geschäftsführung, Horst Müller

„Seit Eröffnung des Fürther Wochenmarktes sind drei Jahre vergangen. Rückblickend ist er ein Glücksfall für die Stadt. Hätten wir damals nicht beharrlich, auch gegen zahlreiche Kritiker, konsequent an der Planung und Umsetzung gearbeitet, hätten wir in den kommenden Jahren kein äquivalentes städtebaulich bedeutendes Projekt an der Fürther Freiheit bekommen. Nach mehr als fünf Jahren Planung und Umsetzung, ist mit dem Markt nicht nur ein außergewöhnliches Einkaufsareal geschaffen worden, sondern ein Ort mit hoher Verweilqualität und Erlebnischarakter. Er ist zu einen besonderen Treff- und Kommunikationspunkt im Fürther Leben geworden. Durch die gesteigerte Passanten- und Kundenfrequenz, die der Markt mit sich brachte, wurden auch bestehende Betriebsstrukturen in der Innenstadt gestärkt.

Mit diesem Markt haben wir nicht nur optische Maßstäbe gesetzt, sondern Dank des durchdachten Marktplatz-Konzepts und seiner Stände sowie der Auswahl hochwertiger, regionaler Anbieter, einen neuen Hotspot geschaffen. Er hat das Gemeinschaftswesen und die Lebensqualität an der Fürther Freiheit nachhaltig positiv beeinflusst. Dabei gilt mein Dank besonders der cima, die mit ihrer Expertise erheblich zum Erfolg des Marktes beigetragen hat. Zukünftig wollen wir mit unserem Marktamt die Qualität des Marktes weiterentwickeln, den Anteil der regionalen Produkte weiter erhöhen und den Beitrag des Marktes zur Belebung der Innenstadt weiter forcieren.“

Weitere Informationen unter www.fuerth.de

Foto: Fürther Markt, Eröffnung; Quelle Stadt Fürth © Sascha Poelt

 

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